Bahnhof Nonnweiler
Der Bahnhof Nonnweiler befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Nonnweiler Viadukt und wurde am 15. Mai 1897 mit zusammen mit dem Abschnitt der Hochwaldbahn zwischen Hermeskeil und Türkismühle eröffnet. Bereits ein halbes Jahr später, am 10. Dezember 1897 wurde der Abschnitt Lebach-Nonnweiler der Primstalbahn feierlich eingeweiht. Diese abzweigende Strecke wurde eigens mit einem Gleisdreieck an die Strecke Hermeskeil – Türkismühle angebunden. Somit waren Zugfahrten in und aus allen Richtungen ohne zeitraubende Rangierfahrten möglich. Mit der Fertigstellung der Primstalbahn wurde der Bahnhof Nonnweiler zum Knotenpunkt der beiden Strecken Richtung Trier und Türkismühle einerseits und Richtung Saarbrücken andererseits. Um den Aufgaben und dem Verkehrsaufkommen auf beiden Strecken gerecht werden zu können, war der Bahnhof Nonnweiler ursprünglich mit drei Bahnsteiggleisen für den Personenverkehr, sowie zwei für den Güterverkehr mit Aufstell- und Zerlegegleisen und zwei Ladegleisen mit Rampe ausgestattet. Das Empfangsgebäude des Bahnhofs war in dem auch für die übrigen Betriebsgebäude der Strecke üblichen Backstein-Stil errichtet. Um den Funktionen des Trennungsbahnhofs für die Abwicklung des Personenzug- und Güterzugsbetriebs gerecht zu werden, hatte das zweigeschossige Gebäude eine stattliche Größe. Neben dem Wartesaal und der Fahrkartenausgabe verfügte es über eine Bahnhofsgaststätte sowie Büro- und Wohnräume. An der Front zum Hausbahnsteig war das Stellwerk angebaut. Seitlich wurde das Gebäude um einen Güterschuppen erweitert, der über ein eigenes Rampengleis mit Schienenfahrzeugen angefahren werden konnte. Die Rampe wurde um 1963 noch mit einem weiteren Gleis als Kopframpe ausgebaut.
Die Primstalbahn diente von Anfang an dazu, Arbeitskräfte aus den dünn besiedelten nördlichen Gebieten des Saarlandes in die Saarregion zu führen. Jedoch hielt sich der Personenverkehr auf der Strecke nicht allzu lange. Schon um 1945 gab es nur noch wenige Fahrten. Bereits 1959 wurde der Personenverkehr auf der Primstalbahn zwischen Wadern und Nonnweiler eingestellt, der Güterverkehr dann 1968. Mit dieser Entwicklung einhergehend wurde der Bahnhof Nonnweiler sukzessive zurückgebaut. Der Verkehr auf dem übrigen Abschnitt Wadern - Lebach konnte noch etwas länger bedient werden, musste aber ebenfalls in den 80er und 90er Jahren stillgelegt werden. Von der ehemaligen Primstalbahn verblieb zuletzt nur noch ein Gleisstück bis Mariahütte als Bahnhofsgleis des Bahnhofs Nonnweiler übrig, um den Anschluss des dort ansässigen Rüstungsunternehmens sicherzustellen. 1999 endete auch diese Episode mit dem Abbau der Gleisanlagen in Mariahütte.




