Hochwaldbahn
Bereits um 1840 gab es erste Bestrebungen zur Erschließung des Hochwalds durch eine Bahnlinie. Nach vielen Jahren Diskussion über Rentabilität und Trassenführung einigte man sich schließlich auf die Verbindung von Trier nach Hermeskeil, die 1889 als Hochwaldbahn eröffnet wurde. Schon während dem Bau gab es weitere Überlegungen die Strecke ins benachbarte Saarland weiterzuführen und es kristallisierten sich aus zahlreichen Streckenvarianten schließlich 2 Verbindungen heraus, die auch tatsächlich umgesetzt wurden.
Zum einen war dies die Strecke Hermeskeil – Nonnweiler – Wadern – Wemmetsweiler, die Primstalbahn. Zum anderen wurde der Abzweig von Nonnweiler nach Türkismühle realisiert. Mit dem Bau der Strecke Hermeskeil - Nonnweiler - Türkismühle wurde Mitte 1895 begonnen. Für die Nutzung des Abschnitts Otzenhausen - Türkismühle, das zum Staatsgebiet des Fürstentums Birkenfeld gehörte, war ein Staatsvertrag zwischen Preußen und Oldenburg erforderlich. Nach einer Bauzeit von rund 2 Jahren wurde die Strecke am 15. Mai 1897 in Betrieb genommen, ebenso auch das sogenannte Nonnweiler Gleisdreieck, das zum Band der beiden Hochwaldstrecken wurde. Die eigens geschaffene Verbindungskurve zwischen Otzenhausen und Mariahütte (0,41 km) ermöglichte alle Fahrvarianten zwischen den beiden Strecken. 1911 wurde der Abschnitt nach Türkismühle zweigleisig ausgebaut. Die Höchstgeschwindigkeit auf der Hochwaldbahn lag anfangs bei 30 km/h, später wurden 50 km/h zugelassen. Während der Abschnitt zwischen Trier und Hermeskeil rege genutzt wurde, blieb der Reiseverkehr zwischen Hermeskeil und Türkismühle hinter den Erwartungen zurück. Hier dominierte der Güterverkehr. Während der beiden Weltkriege nutze man die Bahnstrecke für die Versorgung der Deutschen Armee in den westlichen Kriegsschauplätzen, doch sie wurde mehrfach bombardiert. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Abschnitt Nonnweiler – Türkismühle zwar eingleisig wieder befahren, jedoch blieb der Reiseverkehr zu gering. Am 31. Mai 1969 kam das Aus für den Personenverkehr. Für den Güterverkehr gab es noch eine großzügige Gnadenfrist bis Mitte der 1990er Jahre. Ebenso sorgten Sonder- und Museumszugfahrten durch die Hochwaldbahn e.V. für eine gelegentliche Belebung der Strecke.




